Die Torfbahn in Westerbeck (Fa. Euflor)


Nordöstlich von Gifhorn wird im "großen Moor" immer noch umfangreicher Torfabbau betrieben. Die Fa. Euflor betreibt in Westerbeck ein Werk, zu dem der Rohstoff Torf mittels einer 600mm-Bahn transportiert wird. Mit 6 Lokomotiven (davon 2 Neubauten von 1996/97!) und etlichen Loren wird hier auf 2 Streckenästen ein interessanter Betrieb durchgeführt. Als Besonderheit ist dem eigentlichen Werksgelände ein fünfgleisiger "Rangierbahnhof" vorgelagert, wobei hier ein deutlicher Höhenunterschied zu überwinden ist. Die beladenen Torfzüge werden daher mit Zug- und Schublok(!) zur Entladung ins Werk befördert. Für Interessierte verkehren auch Personenzüge (nach Voranmeldung), hierfür sind seit 2006 neu gebaute offene Sitzwagen im Einsatz.

Güterverkehr

Für den Torftransport sind gefederte(!) Loren vorhanden, einige besitzen noch einen älteren Holzaufbau. Mitten im Wald liegt der "Rangier- bahnhof", hier werden die beladenen Züge an die "Steilrampenloks" übergeben, die das restliche Stück hinauf ins Werk befahren. Alle Auf- nahmen dieser Reihe entstanden 2001.
Im Herbst 2004 präsentiert sich die Umgebung des "Waldbahnhofs" nach Sturmschäden in dieser Form (links), daneben 3 Fotos vom 06.09.06: Lok 5 übernimmt einen Leerzug für die Nordstrecke, auf der Südstrecke ist Lok 4 im Einsatz. Unter den Loren finden sich auch solche "frisch untersuchte" Exemplare!
Torfabbau am südlichen Streckenende: Lok 1 war hier im August 2001 im Einsatz, während Lok 3 und die führerhauslose Lok 4 als Schublok auf der Steilstrecke Dienst taten.
Eine der beiden Neubauloks ist mit der "rollenden Tankstelle" auf dem nördlichen Streckenteil unterwegs (2001). Sonntagsruhe im Werk am 21.09.03; ganz rechts die Entladeanlage am 31.10.04
Personenverkehr
Der "Moorexpress" wartet an seiner Abfahrtsstelle im Werksgelände auf Fahrgäste, für spontan hinzugekommene Fahrgäste wird ein Ver- stärkungswagen angehängt. Am Zielbahnhof mitten im großen Moor ist Pause und Gelegenheit zu einer kleinen Führung über die Abbau- und Renaturierungsflächen. Auf der Rückfahrt wird der Zug in 2 Teilen über die Steilrampe zurück ins Werksgelände gefahren, nach Ausstieg der Fahrgäste geht es Richtung Abstellung.
Alle Aufnahmen vom 16.09.12. Gefahren wird nur nach Voranmeldung für Gruppen, Einzelpersonen können sich jedoch einer Gruppe an- schließen. Weitere Infos auf der Seite des Vereins "Natur- und KulturErlebnispfad Großes Moor Gifhorn".

Gleisbau

Die eigentlichen Strecken bestehen aus fest verlegtem Schienenmaterial auf Holzschwellen, auf den Stichstrecken zum Abbauort werden "Fertiggleise" verwendet. Der Unterbau dieser Stichgleise besteht dabei einfach aus einer planierten Torfschicht und Holzbrettern! Im Herbst 2001 war eine der Neubauloks mit einem Bauzug auf der Nordstrecke unterwegs. Ganz rechts ein "Reparaturzug" auf der Südstrecke am 06.09.06

Streckenverlauf

Ein paar Impressionen aus dem Großen Moor...
Video


Torfzug auf Bergfahrt zwischen Rangierbahnhof und  Werksgelände

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Stand der Bearbeitung 04.07.15