Lehre


Der Bahnhof Lehre an der "Schuntertalbahn" war bis zur Stillegung dieser Strecke 1998 als Kreuzungsbahnhof in Betrieb. Auf halbem Weg zwischen Braunschweig und Fallersleben gelegen fanden hier täglich mehrmals Begegnungen von Zügen aller Art statt. Die langen Gleise 5 und 11 konnten auch die längsten Güterzüge dieser Strecke aufnehmen, zusätzlich waren auf den Gleisen 1 und 2 auch Reisezugkreuzungen möglich. Bis zum Schluß gab es des öfteren hier Begegnungen von 3 Zügen gleichzeitig. Der örtliche Güterverkehr an der Ladestraße ging 1992 zu Ende. Bemerkenswert war die Anordnung der Weichen 5 und 4, hier führte die durchgehen- de Strecke über die abzweigende Weichenstellung (40km/h). Das Gleis 2 konnte nur in Richtung Braunschweig befahren werden (kein Ausfahrsignal Richtung Fallers- leben). Vom Gleis 5  zweigte von 1935 bis kurz nach dem Krieg eine Anschluß- strecke zur sog. "Muna" ab.
Der Dienstraum in Lehre, links das Stellwerk, rechts der Fahrkartenschalter. Im Schrank sind noch die klassischen Pappfahrkarten zu er- kennen. Im Vergleich zur mechanischen Technik ist ein E43 - Stelltisch eine platzsparende Angelegen- heit: Stellwerk Lehre am 19.03.93.
Blick auf das Empfangsgebäude mit Fahrdienst- leiter-Anbau. Die 219 ist als Lz Richtung Oebis- felde unterwegs, 19.06.93 Der Blick vom Gleis 5 geht über die Zwischen- signale R5 und R11 auf den Bahnsteigbereich des Bahnhofs Lehre, hier begegnen sich gerade RB 3875 und RB 3874. Das Bahnhofsgebäude versteckt sich hinter den Bäumen in Bildmitte. Die Aufnahme entstand im August 1998, wenige Wochen vor der Stillegung.

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Stand der Bearbeitung 17.10.09